© DAV Hersbruck_Uwe Strömsdörfer

Wettersteingebirge mit Partenkirchener Dreitorspitze

Ein Tourenbericht von Uwe Strömsdörfer

12.07.2026

Mitte Juli war unser erfahrener Tourenleiter Uwe Strömsdörfer mit einer kleinen Gruppe unterwegs im östlichen Wettersteingebirge. Hier berichtet Uwe über diese Tour mit besonderen Ausblicken.

Pünktlich um 10:30 Uhr setzte uns die DB am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen ab. Es war schon ziemlich warm und so waren wir froh beim „Gänsemarsch“ durch die Partnachklamm etwas Abkühlung zu erhalten. Wegen Baumfällarbeiten wurden wir über die Partnachalm umgeleitet, so dass wir bis zur Einkehr an der Bockhütte auf eintönigen Forststraßen eine halbe Stunde länger unterwegs waren. 

Die Strecke hinein ins Herz des Wettersteins war jetzt geschafft. Es fehlten nur noch die Höhenmeter. In steilen Serpentinen wand sich der Steig vorbei am Felsenzirkus Oberreintal hinauf zum Schachen. Hier in 1.878m Höhe ließ sich König Ludwig II. eine luxuriös ausgestattete Berghütte erbauen: Das Schachenschloss - eines der vielen Königsschlössern unseres Märchenkönigs, das vor kurzem in das UNESCO-Welterbe aufgenommen wurde.

Wir übernachteten aber nur im Schachenhaus, das zu Ludwigs Zeiten als Unterkunft für die Dienerschaft diente und heute ein Berggasthaus ist. Einen Vorteil brachte uns das dennoch ein, denn so konnten wir am nächsten Morgen um 9:00 Uhr an der ersten Schlossführung teilnehmen.

Danach stiegen wir zur Meilerhütte auf. Nach der Mittagseinkehr ging es mit leichtem Gepäck zum Hauptziel der Tour, der Partenkirchener Dreitorspitze. Dabei verpassten wir gleich nach der Hütte den richtigen Wegabzweig, sodass wir ca. 100 Höhenmeter zu tief abstiegen, die wir uns im lockeren Schuttkar unter der Ostwand mühevoll wieder erarbeiten mussten. Ca. 200 Meter unterhalb des Westgipfels der Dreitorspitze erfolgte der Einstieg in die Felswand. Der Weg des Erstbesteigers Hermann von Barth wurde mit Drahtseilen und Steigbügel entschärft. Die letzten Meter zum 2.633m hohen Gipfel führten über gestuftes Felsgelände.

Der Sonnenuntergang an der Meilerhütte zeigte uns an, dass sich das Wetter ändern würde. Die gemeldete Ankunft der Regenfront verzögerte sich zwar um ein paar Stunden, erwischte uns aber dann beim Abstieg doch noch. Im Biergarten an der Partnachklamm schien aber schon wieder die Sonne und so schmeckte auch das Bier zum Tourenende.