15.05. - 22.05.13

Auch wenn es nicht im offiziellen Programm der DAV-Sektion Hersbruck stand, so bestand die 14-köpfige Gruppe doch überwiegend aus ihren Mitgliedern. Sie fanden Mitte Mai auf verschiedenen Wegen in den kleinen Ort Kastraki, der sich nahe der Stadt Kalambaka an die Kieselkonglomeratfelsen anschmiegt.

Wenn man aus der thessalischen Ebene ankommt, staunt man über die Felsen, die plötzlich vor einem mehrere hundert Meter hoch aufragen. Die Gegend wird als Meteora bezeichnet und ist bekannt durch die mittlerweile zum Weltkulturerbe erhobene Landschaft mit ihren Klöstern, von denen noch wenige dauernd bewohnt sind.

Seit Ende der siebziger Jahre zieht es auch Kletterer aus alles Welt an die dortigen Felsen. Die ersten Routen wurden in den siebziger Jahren durch die bekannten Dietrich Hasse und Heinz-Lothar Stutte erschlossen. Viele andere, auch Griechen, taten es ihnen nach.

Die Hersbrucker DAV-ler fuhren erstmals 1988 dorthin und wiederholten die Besuche immer wieder. Im 25. Jahr nach der ersten Reise waren sechs Neulinge dabei und hellauf begeistert von der Landschaft, den Klettermöglichkeiten und der griechischen Gastfreundschaft nicht nur in der Taverne der befreundeten Familie Vavitsas.

Insgesamt wurden in der Woche mehr als vierzig Routen geklettert. Die Fachübungsleiter/in Andrea Albert, Wolfgang Baumann und Ernst Künzel wagten sich auch an die anspruchsvollen Mehrseillängenrouten im 7. Grad, während sich die Routiniers mit den Schwierigkeitsgraden 5 und 6 begnügten.
Die Abstände zwischen den Sicherungshaken können schon mal zehn Meter und mehr betragen. Wenn man bedenkt, dass sich an den hohen Türmen auch viel Luft unterm Hintern befindet, kann man sich vorstellen, dass neben der reinen Klettertechnik auch die Moral in guter Verfassung sein muss. Die vorher ausgegebene Devise „Stürzen verboten“ hatte seine Berichtigung und wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern allzu gerne befolgt.

Bei den vorherrschenden sonnigen und recht warmen Wetter wäre man/frau nach der Kletterei gerne in den Pool des Campingplatzes gesprungen. Leider war dieser noch nicht eingelassen. Entschädigt hat dafür ein Tagesausflug in den Ort Papingo an der Vikos-Schlucht im Epirus-Gebirge mit seinen bis zu 2.400 m hohen Bergen, dem eiskalten Fluss Voidomatis und den herrlichen Badegumpen.

Nach einer Woche konnten einige ihren Urlaub mit dem Wohnmobil fortsetzen, während der Großteil die Rückreise per Flugzeug nach München antreten musste. Empfangen wurden sie von Temperaturen um 8°C, Nieselregen und Wind. Welch ein Kontrast!

Gundi Meindl