19.01. - 20.01.13

Bereits zum 5. Mal fand das Sicherheitstraining für Ski- und Schneeschuhtourengeher statt. Um Abwechslung in diese wichtige Sektionsveranstaltung zu bringen, ließen sich die Verantwortlichen einige Neuerungen und „Attraktionen“ einfallen.

Einige Tage vor dem eigentlichen Sicherheitswochenendet trafen sich die 15 Teilnehmer und 4 Ausbilder in der Geschäftsstelle der DAV Sektion Hersbruck. Erste Hilfe im alpinen Gelände sowie Verhalten im Notfall standen auf dem Programm. Im Praxisteil wurden Schienungen und Verbände gezeigt und eingeübt.
Samstagmorgen startete die Gruppe nach Bad Tölz. Ziel war das Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bayrischen Bergwacht. Von den dortigen Ausbildern gab es interessante Informationen über die Möglichkeiten eines Hubschraubers im Einsatz sowie Verhaltensmaßregeln beim Einweisen eines Hubschraubers. Diese konnten unter der fachgerechten Anleitung gleich probehalber in die Praxis umgesetzt werden.
Anschließend ging es weiter zum Brauneck Gipfelhaus. Die Ideale Lage des Hauses sowie der tolle Schulungsraum ließen die Wartezeit an der Bergbahn vergessen. Nach einer kurzen Theorieeinheit ging es ins Gelände. Hier wurde Material vorgestellt, Schneekunde betrieben, Sondieren und Graben geübt.
Vor dem Abendessen ging es nochmals in den Seminarraum. Sepp Bergmayr – Einsatzleiter bei der Bergwacht Lenggries berichtete aus der Praxis. Er gab unzählige Tipps wie die Zusammenarbeit mit der Bergwacht im Einsatz optimal funktioniert. Es war sehr Informativ einen Mann aus der Praxis zu hören.
Nach dem Abendessen und der Zimmerverteilung hieß es nochmals Konzentration.
Wie entsteht eine Lawine? Ein großes und wichtiges Thema. Gegen 22:00 Uhr endete der theoretische Teil und alle Teilnehmer gingen sofort ins Bett!
Für Sonntag war das Pieps Trainings- und Versuchsfeld Brauneck angemietet – die Kosten hierfür übernahm dankenswerterweise der Verein!
Unter mehreren simulierten Bedingungen wurde hier die Verschütteten Suche trainiert. Die Teilnehmer konnten sich anhand der vielen Testgeräte, die zur Verfügung gestellt wurden, einen Einblick in die verschiedenen Techniken verschaffen. Im Laufe des Trainings flossen nochmals praktische Übungen im Gelände zum Thema Erste Hilfe und Reanimation ein. Um dies möglichst realistisch zu gestalten, wurde eine Reanimationspuppe mitgenommen, die dann natürlich entsprechend gerettet und „wiederbelebt“ wurde.
Ein Super-Wochenende mit viel Wissenswertem. Hoffentlich müssen wir das erlernte nie anwenden – obwohl wir nun bestens vorbereitet wären.

Jörg Häusler