07.07. - 10.07.12

Die Hochtour "Gletscher unter südlicher Sonne" in die Adamello-Presanella-Gruppe war erfolgreich. Am Anreisetag konnte in den Abendstunden vom Rifugio Citta di Trento al Mandrone noch die Cima Payer (3.056m) mit einer kurzen Klettersteigeinlage erklommen werden.

Am zweiten Tag wurde das Basislager im Aufstieg über den Mandrone-Gletscher zum Rifugio Lobbia Alta (3.020m) verlegt, bevor der Crozzon di Lares (3.354m) über den fast ebenen Lobbiagletscher angegangen wurde. Eine mäßig geneigte Schneeflanke führte zum Einstieg in den Südgrat, den wir aber erst nach einiger Suche fanden. Auch der Weiterweg zum Gipfel lag entgegen der Angaben im Gebietsführer mehr in der Ostflanke als direkt am Grat, so dass es doch noch eine ganze Weile dauerte, bis wir am Gipfel angekommen waren. Erwähnenswert ist, dass wir an diesen Sonntag Nachmittag weit und breit als einzige unterwegs waren. Wolkenloser Himmel am nächsten Morgen für die Königstour zum Mont Adamello. Auf Grund des Gletscherrückgangs mussten wir am Anfang etwas weiter als in den früheren Jahren zum Mandronegletscher absteigen. Sobald das Pian di Neve erreicht ist, geht es zwei Stunden lang ohne groß an Höhe zu gewinnen über dieses riesige Gletscherplateau. Die letzten 300 Hm zum 3.539m hohen Gipfel führen über leichtes Blockwerk der Südabdachung. Auch hier waren wir alleine. Am Dienstag stiegen wir auf direktem Weg ins Val Genova ab, als uns gerade im der mit Drahtseil versicherten Steilstufe ein Gewitter zur Vorsicht zwang. Alles in allem ist diese Region der Alpen noch sehr ursprünglich und für Bergtouren nur zu empfehlen.

Uwe Strömsdörfer