Klettersteige für junge Einsteiger

Klettersteig_Jugend09. Juni 2019

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Begonnen hat unser Ausflug ganz perfekt: Eine Panne nach ca. 10 min Fahrzeit legte gleich das das erste Auto lahm! Aufgrund der perfekten Vorbereitung stand natürlich ein Ersatzwagen parat und so konnte unsere Reise ins Zillertal beginnen! Nach angenehmen sechs Stunden Fahrzeit erreichten wir unsere Unterkunft im Zillertal, in der unser Voraustrupp bereits mit einem riesigen Humpen Spagetti Bolognese und einem Kasten Bier erwartete.

So konnten wir alle gestärkt ins Bett, denn am nächsten morgen erwartete uns der „schwerste“ Klettersteig (100 von 100 möglichen Punkten Kraft) im Zillertal, die Nasenwand in Dinzing, denn die sportlich dynamischen Teilnehmer zeigten „Potential“ so unser Guide Volki. Nach einer kurzen aber sehr intensiven Einweisung, einem kurzen sportlichen Aufwärmtraining beim suchen des Einstiegs ging’s dann ans Stahlseil. Ohne nennenswerte Probleme wurden dann alle Stellen (max. E) von fast allen Teilnehmern gemeistert. Nur die Schlüsselstelle wurde von den drei Mädels der Gruppe: Manu, Volki und Elena umgangen. Bei den beiden ziemlich luftigen Drahtseilbrücken waren ein paar von uns aber schon ziemlich bleich im Gesicht. Nach dem Abstieg, einer ausgedehnten Nachmittagspause und einem Gösser Radler, zumindest für den Autor, ging’s dann wieder an den Fels! Zu Fuß ging’s zu einem nahegelegenen Einstieg zu mehreren Klettersteigen. Nach kurzer Diskussion einigten wir uns dann einstimmig auf den Familienklettersteig - Spaß - natürlich wurde auch hier wieder ein sportlich dynamischer Steig (Zimmereben) ausgewählt, auch wieder mit Seilbrücke, dessen Ausstieg direkt an einer Kneipe endete, ein toller Zufall, der von uns jungen Leuten (alle um die 25 + 2 Jahre alt) höchstens gewürdigt wurde! Wieder zurück in unserer Ferienwohnung wurde groß aufgekocht, von Spagetti, Schinkennudeln, über Kartoffeln mit Quark bis zum Salat war alles am Tisch was das Herz begehrte!
Am nächsten Morgen hieß es dann kurz Reinemachen und dann ging’s auch schon wieder los zur Pfeilspitzwand, der, zumindest im unteren Teil von der Frequentierung mit dem absoluten Skitourngeher Geheimtipp: Dem Stattelberg, verglichen werden kann. Nachdem wir gefühlt fünf Gruppen von dynamischen, aber nicht sportlichen Klettersteiggehern überholt hatten, war für uns der Weg im zweiten Teil, dem Astegg, komplett frei und wir konnten den anspruchsvollen Steig in einem Rutsch durchziehen! Nach einem kurzen Abstieg mit einem noch kürzeren Einkehrschwung sowie einer etwas länger andauernden Diskussion über einen kurzen Abstecher nach Traunstein, traten wir alle glücklich, zufrieden und satt den Heimweg an.

Autor: Tobias Grötsch