Über Stock und Stein zum Napoleonfelsen

Über Stock und Stein zum Napoleonfelsen

27. Juni 2022
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Nachdem wir im letzten Jahr schon einmal den Westen Deutschlands, genauer gesagt das Saarland, mit unseren MTBs erkunden durften, lockte uns Andreas Schlang dieses Jahr in den Pfälzerwald. Uns war bereits vorab klar, dass wieder die besten Trails der Gegend unter die Stollenreifen genommen werden sollten, denn bereits zu Beginn des Jahres hatte er die Gegend erkundet, Touren ausgearbeitet und z.B. Wege, die aufgrund von Sturmbruch nicht mehr fahrbar gewesen wären, aus dem Programm gestrichen. Ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Noch einmal vielen Dank dafür!!! Das Ziel unserer sechsköpfigen Truppe für die ersten beiden Fahrtage war dabei Neustadt an der Weinstraße, am sogenannten „Haardtrand“ des Pfälzer Waldes, wo dichter, bergiger Wald unmittelbar auf die flache Rheinebene trifft. Hier sollte der wilde Achterbahn-Ritt dann auch schon beginnen. Auf knackige Anstiege mit bis zu 300 hm am Stück folgten klasse Trails, garniert mit immer wieder tollen Ausblicken auf die Gegend. An der einen oder anderen Stelle hatten diese dabei auch immer einen leichten Hauch von Ligurien, auch aufgrund des lichten Kiefernwaldes. Sehr schön. Die Felsbrocken aus griffigem Buntsandstein luden dabei immer wieder zu verschiedensten Spielereien auf dem MTB ein, so dass man auch seine Fahrtechnik testen oder daran feilen konnte.
Rund um den höchsten Berg des Pfälzer Waldes, dem Kalmit (673m) und auf dem Aussichtsturm des Weinbiets, konnte man dabei auch immer wieder einen Blick auf das Hambacher Schloss erhaschen, welches für einen wichtigen Punkt in der deutschen Geschichte steht. Wer hat nochmal in der Schule gut aufgepasst?

Nach kurzem Besuch in der Altstadt von Neustadt machten wir uns am Freitagnachmittag gemeinsam auf, um noch etwas tiefer in den Pfälzerwald vorzudringen - genauer gesagt nach Dahn. Nach dem Bezug der großzügigen Ferienwohnung trafen wir am Abend dann auf Sascha, einem Freund von Andreas vom DAV Pirmasens, der uns seine ortskundige Unterstützung für die restlichen zwei Tage als Guide gerne anbot. Die Gewitterschauer am Abend konnten wir gemütlich beim Pizzaessen aussitzen und Samstagmorgens dann wieder bei bestem Wetter starten.
Rund um das Dahner Felsenland, mit so prächtigen Namen wie Braut und Bräutigam oder Napoleonfels, führte uns Sascha auch zur ein oder anderen Burgruine (auch auf französischer Seite). Eine großartige Aussicht auf die bewaldeten Kuppen war immer garantiert und auch der Fahrspaß kam dabei wieder nicht zu kurz. Auf den Schleifen rund um die kegelförmigen Berge, boten sich zum Beispiel fast unendliche Möglichkeiten seine Spitzkehren-Technik zu verbessern und ordentlich Höhenmeter zu sammeln. An nötiger Abwechslung mangelte es uns also, bis zu unserer Abreise am Sonntagnachmittag, nie, auch wenn wir ohne unsere kompetenten Guides wahrscheinlich nicht mehr aus dem mächtigen Wald herausgefunden hätten.

Autor: Matthias Wild