Osterklettern in der Provence

Ostern 2018
Zur Fotogalerie
Unter der Rudelführung von Peter Steckermeier und Bobby traten über das verlängerte Osterwochenende Andrea, Simone, Brigitte, Helga, Gundi, Peter M., Rudi, Philipp, Stefan und meiner Wenigkeit die Reise nach Südfrankreich an. 
Aufgeteilt auf drei Teams starteten wir am frühen Karfreitag Morgen in Richtung unseres Domizils dem Campingplatz “Camping Fouguières” in Carcès.

Am Abend, nach ca. 12-stündiger Anreise, bezogen wir drei geräumige Bungalows, sowie Peter seinen Stellplatz. 
Die erste Flasche Wein war schnell geöffnet, wodurch die Akklimatisierung deutlich erleichtert wurde. Nur wenige Gehminuten vom Campingplatz entfernt ließen wir den Abend bei Muscheln, Pasta, Pizza und Wein ausklingen. Am nächsten Morgen starteten wir dann fröhlich, frisch und putzmunter in einen wunderbar sonnigen Morgen auf der Sonnen-/ Wlan-Terrasse der Casa della Meindl. Kletterziele wurden bereits hochmotiviert am Vorabend gesteckt. Demnach konnten wir direkt zum Fels starten. Nach ca. 20-minütiger Anfahrt durch die wunderschönen Wein(nicht)berge, Olivenplantagen und der schon deutlich frühlingshafteren Flora und Fauna Südfrankreichs sind wir im wunderschönen Tal der “Vallon Sourn” angekommen. Überwältigt von der zauberhaften Kulisse des Felsmassivs direkt an einem türkisblauen Fluss und felseigenem “Hausstrand” waren wir nach einem kurzen und flachen Zustieg, direkt am Flüsschen entlang, auch schon fast am Ziel angelangt - hätten wir auf Gundi gehört, wär's sogar noch schneller und hundefreundlicher gewesen. Rudi, Gundi und ich mussten feststellen, dass 35 Kilo Hund an einem Klettersteig ablassen deutlich leichter klingt als es letztlich ist;-) vor allem wenn dieser Kopf nicht immer so viel denken würde.... Nun standen wir vor wunderbaren, langen, meist sehr gut abgesicherten (auch für Angsthasen wie mich) Touren von 4a bis 8c. Das Spektrum reichte von Plattenkletterei bis hin zu steiler, überhängender Dachkletterei, Leisten, große Schuppen, Henkel, Löcher - für jeden Geschmack etwas dabei.
Die Felsqualität war durchgehend perfekt und griffig, jedoch merkte man der ein oder anderen schönen Routen die mehrfachen Begehungen durchaus an.
Für eine Woche Kletterurlaub bot dieses Gebiet für alle mehr als genug Kletterstoff und machte es uns nicht schwer dieses täglich anzusteuern.
Selbst Prinzessinnen und oberkörperfreie, vor Schönheit blendende Jünglinge, waren vertreten und trugen durchaus hin und wieder zur Erheiterung bei.
Nach dem Klettern konnte man sich noch am Fluss sonnen, Fröschen beim Paaren zuhören, ein Feierabendbier köpfen und einfach “La vie est belle” praktizieren. Bis auf einen Tag Regen - perfekt als Pausentag, da direkt in der Mitte des Aufenthalts - waren uns vom ersten Tag an Sonne, steigende Temperaturen und eine leichte Brise beschert.
Am Pausentag schaute sich ein Teil die schöne Stadt Aix-En-Provence an und der Rest entspannte bei Wanderungen und Cappuccino rund um den Campingplatz. Morgens verköstigte uns Helga fast täglich mit Baguettes, Pain-au-Chocolat und Rosinenschnecken frisch aus der ortsansässigen Boulangerie.
Am Abend schauten wir uns die fußläufig erreichbaren Restaurants an, wo Stefan mit seinem Charme sogar die bunte Wirtin dazu brachte, nach einem Teller “Crèpes Amour” für ihn “La vie en rose” von Edith Piaf zu trällern. Mit reichlich Wein und lustigen Spielen mit Walrössern und Dschungelbüchern ließen wir die Tage ausklingen um am nächsten immer wieder motiviert den Fels zu streicheln. Abschließend nochmal ein ganz großes Dankeschön an unseren lieben Thomas, der uns zu diesem gelungenen Kletterurlaub verholfen und uns beste Routenempfehlungen ins Gepäck gelegt hat. Nächstes Mal bist du hoffentlich wieder mit dabei! Auch Peter S. und Andrea ein herzliches Danke, das ihr die Organisation so gut in die Hand genommen habt.

Schee woars!
 Marina (supported by Stefan ;-))

Autorin: Marina Meindl