Alle freuen sich auf die Kletterhalle in Hersbruck

Alle freuen sich auf die Kletterhalle in HersbruckOktober 2017
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Im Rahmen meiner Projektarbeit für den „Trainer C Klettern für Menschen mit Behinderung“ habe ich auf dem Gelände des „Haus Weiher“ einen Workshop „Einführung ins Klettern“ für die Bewohner dort gehalten. Die ersten Fragen die hier auftauchten wie kann das gehen?... Klettern? …ohne Halle?

Letztlich hat sich herausgestellt das geht sehr gut, naja geklettert sind wir nicht wirklich aber im Gespräch mit den Betreuern hat sich herausgestellt, dass kleine Schritte zur Vorbereitung auf das Klettern für ihre Klienten sehr viel besser sind, da sie so leichter Vertrauen in die Sache finden und dabei auch die Trainer kennenlernen können.
Das galt allerdings nicht nur für die Bewohner, sondern auch einige Betreuer haben mit geschnuppert, und wir als Trainer des DAV Hersbruck konnten sehen mit welchen Einschränkungen wir es möglicherweise zu tun haben. Gleich vorweg, das größte Handicap lag bei der Anzahl der Klettergurte, die der Verein hat, da das Angebot auf sehr großes Interesse gestoßen ist.
Keine Probleme hatte ich im DAV Hersbruck Unterstützung für diesen Workshop zu finden Gundi Meindl, Andrea Mayer, Phillip Kohl und Oli Tusch haben sich sofort bereit erklärt mit zu machen und noch fehlende Ausrüstung bei zu steuern. Oli Tusch und Corinna Wesenberg ( corewefotografie) hatten für die Dokumentation meiner Projektarbeit zusätzlich ihre Fotoapparate mit im Gepäck.
Nach einer großen Begrüßungsrunde, 16 Teilnehmer und 4 Trainer, wurde in kleinen Gruppen weiter gearbeitet Es ging darum einen jeweils geeigneten Klettergurt zu finden - nach einigen Tauschaktionen hatten alle einen passenden Gurt - dann ging es darum mit einem Seilstück einen Achterknoten richtig zu legen und dieses mit einem Schraubkarabiner in den eigenen Gurt einzuhängen. So ausgerüstet ging es an die nächsten Aufgaben.
An einem Carport hatten wir einige Stationen aufgebaut in die sich die Teilnehmer mit ihrem Seilstück einklinken konnten und nach Kontrolle ob der Schraubkarabiner auch wirklich zugeschraubt war in ihre Sicherung setzen und auf diese Weise knapp über dem Boden schon einmal ausprobieren wie es sich anfühlt frei im Gurt zu hängen.
All diejenigen, die sich noch mehr zutrauten, konnten sich dann in ein Seil einhängen und von einem Trainer gut gesichert über eine Leiter nach oben klettern, von der Leiter einen Schritt ins Nichts wagen, woraufhin sie im Freien hingen und dann wieder auf den Boden abgelassen wurden. Zur Freude der Betreuer und Trainer haben fast alle Teilnehmer auch diese Station absolviert, hatten viel Spaß dabei und sind damit wohl auch ein ganz schönes Stück über sich hinausgewachsen.
Nach vielen Schaukelaktionen in luftiger Höhe und gemeinsamen Aufräumen kam der Abschied, wieder in großer Runde, bei dem sich jeder Teilnehmer aus dem Kreis ein kleines Erinnerungsstück mitnehmen konnte.
Ich hatte den Eindruck an diesem Nachmittag hatten alle viel Spaß, denn nach unserer Abschlussrunde kam von vielen Beteiligten(Bewohner, Betreuer und Trainer) die Frage wann wir denn die nächste Kletteraktion machen, und dass sich alle schon sehr auf die Kletterhalle freuen, um dann auch mal richtig zu klettern.

Ich freu mich auch schon
Autorin: Helga Münzenberg