Schlammvulkane, Mineralquellen und ein erloschener Vulkan

Schlammvulkane, Mineralquellen und ein erloschener Vulkan10. Mai 2018
Nicht in die Berge, sondern zu einer Tagestour zu den Schlammvulkanen im Naturschutzgebiet Soos bei Eger/CZ lud Dieter Begert von der DAV-Sektion Hersbruck ein.

14 interessierte Wanderer fanden sich ein, um mit der Bahn nach Eger und von dort weiter nach Nový Drahov zu fahren. Nach einem Besuch in den beiden Museen ging es mit dem dort erworbenen naturkundlichen und geologischen Wissen auf den Lehrpfad durch das Naturschutzgebiet.

Dieser führt über den Grund eines ausgetrockneten Salzwassersees, welcher durch die gelb/weiße Schicht ausgefällter Mineralsalze bedeckt, einer Mondlandschaft ähnelt. Soos bedeutet im egerländer Dialekt Moor oder Sumpf. Das Spezielle hier sind die Schlammvulkane und die rund 200 Mineralquellen. Bei den Schlammvulkanen handelt es sich um natürliche Kohlendioxid-Entgasungen, welche sich nach und nach zu maulwurfhügelähnlichen Gebilden aufbauen und sowohl über, als auch unter Wasser blubbern.

Natürlich wurde an der Kaiserquelle und der stark schäumenden Quelle Vera  das Mineralwasser auch verkostet. Der stark ausgeprägte salzsaure schwefelige Geschmack ist nicht jedermanns Geschmack, verhalf aber den sogenannten Kaiserbädern Franzensbad, Marienbad und Karlsbad bereits im vergangen Jahrhundert zu ihrem Ruhm und vielen adeligen Kurgästen.

Die Wanderung führte weiter nach Franzensbad, wo man die malerische Altstadt erkundete und natürlich die berühmten Franzensbader Oblaten verkostet wurden. Der Rückweg führte über den Kammerbühl (Komorní hürka). Er ist einer der jüngeren erloschenen Vulkane des europäischen Festlandes und war noch vor rund 700.000 Jahren aktiv. Ein Rundgang um den Krater führte zum Eingang des Stollensytems, welches auf Goethes Vorschlag hin errichtet wurde, um den Vulkan zu erforschen. .Eine Gedenktafel erinnert hier an den berühmten Dichter

Am malerischen Wanderweg entlang des Flusses Eger entlang ging es durch das ehemalige Gartenschaugelände zur Altstadt Eger, wo bei einem letzten tschechischen Bier die Wanderung endete, um dann mit dem Zug wieder nach Hersbruck zu fahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Autor: Elisabeth Begert