06.-08.03.2009

Zu einem Winterausflug ins nicht weitentfernte Fichtelgebirge lud der DAV seine Kids ein. An diesem Wochenende sollte mal nicht das Skifahren im Vordergrund stehen sondern wir wollten ein Spiel-/Spaßwochenende im Schnee machen. Mit 19 Kindern und 6 Betreuern fuhren wir nach Fichtelberg in ein Haus des BLSV (Bayerischer Landes-Sport-Verband). Am Freitagnachmittag ging es dann auch los, nach einstündiger Fahrt kamen wir im Haus an und waren erstaunt wie viel Schnee dort noch lag.

Nachdem einige Kids das erste Mal in ihrem Leben ihr Bett selbst beziehen mussten, gab es Abendessen. Danach zogen wir mit Jan, dem dortigen Zivildienstleistenden los zu einer Fackelwanderung um den Fichtelsee. Jan erzählte die Geschichte der Fichtelzwerge, die im Wald am See einst ihr Unwesen trieben, was die Jüngeren durchaus beeindruckte. Zurück am Haus wurden vier Kinder zum „Fackelmeister“ erklärt, nämlich die, die noch die längsten Fackelreste vorzuweisen hatten – was nur durch diszipliniertes Senkrechthalten erreicht werden konnte. Jetzt ging es ab ins Bett – aber bis alle schliefen, dauerte es noch lange, lange, lange . . . .

Am Samstag war der Iglubau angesagt. Zuerst sahen wir uns einen Kurzfilm über den professionellen Bau eines Iglus an. Hoch motiviert gingen wir nun auf den großen Freiflächen direkt hinter dem Haus ans Werk. Wir teilten Gruppen ein, verteilten Schaufel und Schneesägen und los ging es! Platz suchen, Festtrampeln, Maße festlegen, Schneebausteine Aussägen, Stapeln, Verputzen. . . Die ersten Stunden vergingen wie im Flug und schon bald konnte man die ersten Fortschritte sehen. Wir bauten zwei Iglus.

Nach dem Mittagessen mussten wir mal eine Pause einlegen. Soviel graben, schaufeln, und schleppen und das an der frischen Luft, machte den jüngeren Teilnehmern dann doch zu schaffen. Außerdem konnte man im Haus ja auch noch Kicker, Tischtennis, Billiard und Verstecken spielen. Am Nachmittag ging es dann weiter und bis zum Abendessen standen tatsächlich unsere zwei Iglus. Später haben wir dann mit Punsch und Nussecken in unseren Iglus auf die tolle Leistung angestoßen. Alle waren mächtig stolz!

Und selbst der Heimleiter fotografierte unser Meisterwerk und will es zukünftig in seinem Winterprogramm mit anbieten! Ganz Mutige wollten auch im Iglu übernachten, aber wir konnten sie überzeugen, dass es in einem warmen Bett vielleicht doch bequemer ist. Naja, dann vielleicht beim nächsten Mal !
Den Sonntagmorgen fuhren einige zum Skirennen oder zum Langlaufwettkampf, die Anderen nutzten die Zeit zum Spielen im Schnee. Jeder konnte machen, wozu er Lust hatte. Ein paar Langlaufski und Schuhe hatte Heiner dann doch dabei und wer wollte, konnte das mal ausprobieren. Schließlich ging ja die Loipe direkt an unserem Haus vorbei.
Nach dem Mittagessen, alle waren wieder da, konnten wir direkt auf dem Fußballplatz hinter dem Haus in eine Biathlonanlage reinschnuppern. Wer wollte, konnte eine Runde mit den Skiern laufen (ohne ging angesichts des vielen Schnees gar nicht!), dann mit dem Lasergewehr schießen, eventuell Strafrunde laufen und weiter zum Ziel. Da sind dann fast alle mal mit gelaufen, auch wenn sie das erste Mal auf Langlaufskiern standen. Manch einer überraschte mit seiner Schießleistung. Fünf Treffer auf Anhieb zu setzen, davon würde eine Magdalena Neuner nur so träumen!

Bei unserer kleinen Siegerehrung erhielten alle ihre erste Biathlonmedaille und dann hieß es schon packen und nach Hause fahren.
Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei und alle wären noch gerne länger geblieben.

Heiner Stocker