12.07. - 15.07.12

Auch im dritten Versuch war uns das Wetterglück in der Goldberggruppe nicht hold. Zwar sind wir dieses Mal in den Talschluss von Rauris gefahren und planmäßig losmarschiert.

Auch den Gipfel des großen Silberpfennig (2.600 m) haben wir erreicht, allerdings im Nebel. Auch auf dem Weiterweg (Senator-Benndorf-Weg), über einen teils luftigen Grat zum Niedersachsenhaus war keine Sicht. Wenigstens blieben wir aber trocken. Außer drei anderen waren wir die einzigen Gäste. Tags darauf wollten wir den Pröllweg zum Schareck begehen. Anfangs schien es, als würde sich das Wetter bessern. Aber unterm Neunerkogel mussten wir bereits den Wetterschutz anlegen und es wurde immer schlechter. Beissender Wind mit waagrechtem Regen, weiter oben mit Schnee vermischt, lies uns nur noch die Flucht nach vorne zur Herzog-Ernst-Spitze (2.938m) antreten, da ab dort ein relativ gefahrlos zu begehender Abstiegsweg beginnt. Mittlerweile trotz Regenschutz durchnässt nahmen wir wenigstens noch den Goldbergtauernkopf (2.775m) mit. Eine heiße Suppe im Naturfreundehaus Neubau weckte wieder die Lebensgeister. Da es immer noch schüttete, zogen wir den Abstieg zum Auto dem Weitermachen vor. Die Goldberggruppe wehrt sich einfach gegen uns.

Uwe Strömsdörfer