24.01. - 25.01.09

Wenn der Wetterbericht ein Sauwetter ankündigt und dann am Samstag trotzdem strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und Superschnee ist, dann sind die DAV’ler wieder auf Skitour. So auch am vergangenen Wochenende. Der Mut, bei schlechten Wetterprognosen trotzdem zu fahren wurde wieder einmal belohnt.

Die erste Skitour in diesem Jahr – traditionell eine leichte Tour auch für Anfänger, ging zum Achensee/Tirol. Nach kurzem Blick in die Runde der verschneiten Berge entschied sich Volkert Ebersbach, die Hochplatte (1.815 m) anzugehen. Ein sanft ansteigender Aufstieg (870 m)und kurz vor dem Gipfel Fels und Eis. Aber die 5 Höhenmeter musste man dann nicht unbedingt mehr aufsteigen. Nach kurzer Rast kamen die Felle runter und außer, dass bereits viele Spuren im Schnee waren, ging es eine wunderbare Abfahrt durch den Wald, vorbei an der Falkenmoosalm, wo man bei der Bäuerin eigentlich ganz gut einkehren könnte … wenn der Tourenführer nicht so drängeln würde. Zurück am Parkplatz entschied sich der Großteil der Gruppe dafür, den Lift zur Erfurter Hütte links liegen zu lassen und lieber die Piste (rund 900 m) aufzusteigen. Bei dem stolzen Fahrpreis von 12 EUR für eine Bergfahrt sehr verständlich – und dass die „Abkürzung“ eine Stunde länger dauerte, das konnte vorher schließlich keiner wissen.

Auf der Hütte kam es dann zu einem Kuddelmudel, da der Hüttenwirt statt der bestellten 11 Schlafplätze nur 8 für uns reserviert hatte. Nach vielem Hin und Her wurde dann noch 1 Platz im Lager gefunden und Frank und Anke nächtigten auf Isomatten auf dem Fußboden. War das Zimmer abends noch relativ kalt, hatten wir am Morgen doch eine kuschelige Temperatur – kein Wunder bei 6 Mann auf 8 qm.

Am nächsten Morgen sah das Wetter nicht so vielversprechend aus, aber da wir schon einmal hier waren, wurden die Skier natürlich wieder untergeschnallt und es ging hinauf zur bislang unverspurten Seekarlspitz (2.261 m). Volkert legte eine saubere Aufstiegsspur und nach einigen sanften Bögen kamen die vielgeliebten Spitzkehren. Kurz vor dem Sattel hieß es dann umkehren. Blankes Eis hinderte uns am Weitergehen, so ging es den halben Berg wieder hinab und auf der anderen Seite wurde ein neuer Versuch unternommen. Von der unverspurten Rinne war nach unserer Abfahrt aber nichts mehr zu sehen. Umgeackert bis zum Gehtnichtmehr haben wir diese Abfahrt hinterlassen. Mittlerweile hat sich dann auch die Sonne wieder durchgesetzt und wärmte uns fast mehr, als uns lieb war.

Die Abfahrt ging durch wunderbaren Schnee hinab zum Skigebiet Rofan und von dort die Piste hinab zum Parkplatz.

Nach einer gemütlichen Kaffeepause in Maurach ging es zurück nach Hause und jeder war glücklich, bei diesem „schlechten“ Wetter die Tour mitgemacht zu haben.

Elisabeth Begert