14.02. - 15.02.09

Nach dem „Erste-Hilfe-Crash-Kurs“ durch Andi Brunner beim ASB in Velden am Montag vorher, fand am vergangenen Wochenende am Taubensteinhaus das praktische Sicherheitstraining für fortgeschrittene Schneeschuh- und Skitourengeher statt. In den Bayerischen Voralpen war eine erhebliche Neuschneemenge gefallen, deshalb waren die Verhältnisse geradezu ideal für das Vorhaben.

Gar nicht ideal war, dass vermutlich ganz Holland Urlaub hatte. Kurz nach fünf Uhr früh in Hersbruck gestartet, vermuteten wir uns bald auf einer holländischen Autobahn, so viele Autos mit gelben Kennzeichen waren um uns herum. Dadurch kamen wir erst mit gut zwei Stunden Verspätung am vereinbarten Treffpunkt am Spitzingsee an.

Um die verlorene Zeit wieder hereinzuholen, fuhren wir mit der betagten Bergbahn Richtung Taubensteinhaus. Nach einer kurzen Pause gab es theoretischen Unterricht durch Hans und er zeigte einen Lehrfilm über die Verschüttetensuche. Anschließend ging es an die Praxis. Markus erklärte einer Gruppe die Funktionsweisen verschiedener LVS-Geräte und ließ „Verschüttete“ im hüfttiefen Schnee suchen. Die andere Gruppe erhielt von Jörg Informationen über die notwendige persönliche Ausrüstung, Snowcard, Erste-Hilfe-Material und übte Hangneigungen einzuschätzen und das Sondieren. Nach einer Pause wurden dann die Rollen getauscht.

Eine simulierte Notfallübung mit drei Verschütteten und einer störenden Nervensäge bildete den Abschluss für jede Gruppe. Hans war aufmerksamer Beobachter und erklärte danach, was hätte besser gemacht werden müssen. Dabei zeigte sich, dass es vor allem gilt, die Ruhe zu bewahren und im Kopf eine klare Vorgehensweise für den Ernstfall parat zu haben, sowie als Team gut zusammen zu arbeiten. Es wurde auch klar, dass jeder Tourenteilnehmer die spezielle Funktionsweise seines LVS-Gerätes gut kennen muss. Auch hier macht Übung den Meister.

Am Sonntag wurde die Gelegenheit genutzt, im Rahmen einer kleinen Skitour Hangneigungen einzuschätzen, Gefahrenstellen zu erkennen und die Situation vor Ort mit dem aktuellen Lawinenlagebericht zu vergleichen. Das Wetter zeigte sich zunehmend von seiner sonnigen Seite und so versüßten einige Abfahrten im frischen Pulverschnee zusammen mit dem Kaiserschmarrn in der „Alten Wurzhütte“ den Tag abschließend.

Es gilt als ausgemacht, dass ein Sicherheitstraining zumindest jedes Jahr einmal stattfinden soll. Unser herzlicher Dank gilt unseren Fachübungsleitern Hans Hörl, Jörg Häusler, Markus Seitz und Volkert Ebersbach sowie Andi Brunner vom ASB Velden.

Peter Dischner