20.02. - 22.02.09

Der Wetter- und Lawinenbericht kündigte nichts Gutes an. Wir sprachen uns gegenseitig etwas Mut zu und fuhren bereits am Freitagnachmittag los, es war ja Faschingswochenende. Wir waren 11 Personen und Jörg hatte darauf hingewiesen, dass wir unser Programm nur eingeschränkt durchführen können..

Die Mitnahme eines Faschings-Kostüms war an diesem Wochenende natürlich Pflicht.
Bei Wörgl, Westendorf ging es die Windauer Ache aufwärts bis zum einsam gelegenen Gasthaus Steinberg. Eine komfortable Unterkunft mit sehr gutem Essen.
Am Samstagmorgen, schneite es und die Berge, welche unser heutiges Ziel sein sollten, konnten wir nur im Nebel und Schneegestöber erahnen. Zunächst war eine ausführliche Lagebesprechung angesagt. Es herrschte Lawinenstufe 3 mit Tendenz zu 4. Wir folgten dem Rat von Jörg und bewegten uns im unteren, vom Wald geschützten Bereich, Südwest, Richtung Steinbergalm. In einer Feldscheune auf der Wallbergalm legten wir eine Mittagspause ein. Jörg vermittelte uns beim Anstieg die wichtigsten Verhaltensregeln bei dieser Schneesituation, was für viele neu und hilfreich war. Nach der Pause ging es im tiefen Schnee taumelnd und oft fallend steil bergab. Z.T versanken wir bis über die Hüfte und mussten uns gegenseitig ausschaufeln, meistens erst nachdem ein Foto gemacht war. Wir hatten riesigen Spaß.
Am Parkplatz vor dem Gasthaus war dann das Sicherheitstraining, die Verschüttetensuche mit neuester Technik angesagt. Viel Spaß hatten wir beim Ertasten von Annett mit der Lawinensonde.
Nach dem Abendessen war dann die Überraschung durch die fantasievollen Verkleidungen groß. Und der „Knaller“ war dann das Zünden des Airbags.
Am Sonntagmorgen hat sich das Wetter nicht geändert, mehr oder weniger Schneefall, keine Entspannung, eher Verschärfung der Lawinensituation. Unsere Tour legten wir ähnlich wie am Vortag in den unteren, waldnahen Bereich Richtung Nordwest. Es ging steil bergauf im Wald. Abwechselnd spuren war wichtig. Wir konnten aber den Höhenweg und den Abstieg zum Jägerhäusl nicht erreichen. Es war einfach zuviel Schnee. Nach einer Brotzeit ging’s zum Gasthof Steinberg zurück.
Zufrieden und reich an Erlebnissen und ein bisschen klüger als vorher fuhren wir anschließend nach Hause.

Katharina und Heinz Bremstahler