01.07. - 04.07.10

Bei bestem Bergwetter besuchten vier Frauen und fünf Männer der DAV-Sektion Hersbruck das schweizerische Wallis. Nach über neun Stunden Anfahrt wurde aus dem Saastal noch zur Almageller Hütte (2.894 m) aufgestiegen.

Früh um 5 Uhr erfolgte am nächsten Tag der Aufbruch, zunächst zum Zwischbergenpass, dann durch ein großes Firnfeld zum Blockgrat, wo herrliche Kletterei auf die Bergsteiger wartete. Schließlich war noch ein schmaler Firngrat zu bewältigen. Den Gipfel des Weissmies in 4.023 m Höhe erreichte die Gruppe unter souveräner Führung von Silke Hertel und Volkert Ebersbach gegen 10 Uhr. Belohnt wurden die Bergsteiger, darunter vier 4000er-Neulinge, mit einem traumhaften Rundblick auf die umliegenden mindestens 17 weiteren Viertausender. Ebenfalls beeindruckend war der Abstieg durch den Eisbruch des Triftgletschers zur Hohsaashütte (3.098 m). Am nächsten Tag ging es ähnlich früh los. Zunächst ein Stück abwärts im Schnee, überkletterten die DAV-ler dann einen Felsrücken, stiegen über einen kleinen Gletscher auf zur Westflanke des Lagginhorns. Durch das Abschmelzen der Gletscher besteht die Tour im weiteren Verlauf vorwiegend aus leichter Kletterei, lediglich auf den letzten 400 Höhenmetern wurden wieder Steigeisen benötigt. Etwas ausgesetzter als am Vortag, erreichten sechs Kletterer den Gipfel des Lagginhorn (4.010 m) und stiegen auf der gleichen Route wieder ab zur Weissmieshütte (2.726 m).
Wegen der zu erwartenden langen Rückfahrt entschloss man sich, am Sonntag ohne Umwege direkt ins Tal abzusteigen. Einige bevorzugten sogar die Abfahrt mit gemieteten „Monstertrottis“, einer Art Roller mit Ballonreifen.

Birgit Dischner