08.04. - 11.04.11

Die mittelschwere Skitour führte die acht Teilnehmer der Sektion in die Silvretta. Schon auf der Anreise war das Wetter hervorragend. Dies war gut, denn dadurch versprachen die Temperaturen auch nachts stark zurückzugehen, so dass sich die Lawinenlage deutlich verbessern sollte.

Ausgangspunkt war der malerische Ort Guarda im Unterengadin. Zwei Stunden Skitragen war beim Aufstieg zur Chamanna Tuoi des SAC auf 2.250 m angesagt, bevor die Bretter noch für eine gute halbe Stunde Sulzschnee angeschnallt werden konnten. Die erweiterte und sanierte Hütte ist einfach, aber gemütlich und sehr zweckmäßig eingerichtet.

Am nächsten Morgen um halb sieben stiegen die Teilnehmer über eine Rinne auf in Richtung Fuorcla dal Cunfin und weiter über den Ochsentaler Gletscher Richtung Piz Buin. Am Skidepot in der Buinlücke hieß es Steigeisen anlegen. Der Aufstieg betrug noch ca. 300 Höhenmeter, garniert mit einer felsigen Rinne mit Kletterstellen I- II, aber sonst festem Trittfirn. Auf dem Gipfel in 3.312 m Höhe bot sich eine grandiose Aussicht.

Für die Abfahrt zur Wiesbadener Hütte hieß es warten bis der Schnee leicht aufgefirnt hatte. Auf der Hütte blieb anschließend genügend Zeit zur Erholung und zum Genießen des unterhaltsamen Services.

Auch die Touren zur Dreiländerspitze (3.197 m) am Sonntag und von der Jamtalhütte zur Hinteren Jamspitze (3.156 m) am Montag fanden unter besten Bedingungen statt. Die abschließende südseitige Firnabfahrt zurück zur Tuoihütte war unten zwar schon etwas ausgeapert aber bis zur Hüttenterrasse gut machbar. Nach einer Kaffee- und Kuchenpause in der Sonne kam der beschwerlichste Teil, nämlich ca. zwei Stunden Abstieg in Skischuhen mit den Skiern am Rucksack hinunter ins warme, frühlingshafte Guarda.
Insgesamt war es eine schöne Rundtour, für die wir das ideale Wetterfenster erwischt hatten. Mit ihr wurde die heurige Skitourensaison abgeschlossen.

Peter Dischner