22.04.2011

Nachdem Ostern dieses Jahr so spät und bei so warmen Wetter stattfand, war das mit dem Schnee im Bayerischen Wald ein echtes Problem und so entschloss sich Uwe kurzerhand, die traditionelle Skilanglauftour zu einem Wanderausflug umzugestalten.

Zu sechzehnt trafen wir uns um 7:00 am rechten Bahnhof und frühstückten auf unserer zweieinhalbstündigen Anreise gemütlich im Bummelzug mit Endstation Hohenwarth.
Von dort ging es bei blauem Himmel und Sonnenschein über Forstwege durch herrliche Laubwälder bergauf zum Hohen Bogen mit seinem ersten Gipfel, dem Ahornriegel. Bei einer Russenmaß konnten wir auf der Terrasse des Berggasthofs Schönblick denselbigen genießen. Und weiter ging's über Schwarzriegel, Eckstein und Bärenriegel. So konnte Uwe die Einträge 834 bis 836 in seinem 1000er Gipfelbuch vornehmen. Mit der Diensthütte Hoher Bogen hatten wir unser Mittagsziel erreicht. In der gemütlichen Gaststube wurden uns diverse fleischlose, aber leckere Karfreitagsgerichte serviert. Unserem nächsten Gipfel, dem Burgstall fehlten allerdings 24 m für die 1000er Kategorie. Aufgrund seiner exponierten Lage dient er dem Bayerischen Rundfunk als Sendestation. Hier endet der Kamm des Hohen Bogens und wir hatten einen steilen Abstieg vor uns. Über romantische Wald- und Wiesenwege erreichten wir um 18:00 nach 24 km und knapp 900 hm unser Tagesziel - die Drachenstadt Furth im Wald. Die verbleibende Stunde wurde individuell für Stadtbesichtigung, Kaffee und Kuchen, Weißbier, Eis oder Blasenverpflastern genutzt, bevor es mit dem Zug wieder Richtung Heimat ging. Alles in allem ein ausgefüllter Wandertag mit vielen Eindrücken vom Bayerischen Wald und so richtig hatte den Schnee heuer keiner vermisst.

Robert Wirth