08.03. - 09.03.08

Am Samstag, den 08.03. machten wir uns sehr früh auf den Weg Richtung Salzburg, um mit Jörg die geplante Schneeschuhtour rund um den Feuerkogel, der hoch über dem schön gelegenen Traunsee liegt, durchzuführen. Wir Teilnehmer (Bernd, Stefan, Andreas, Petra, Ute, Alexandra, Nina und ich) waren schon alle recht gespannt, wie sich ein Gipfel mit Schneeschuhen ersteigen lässt, denn von uns hatte damit noch niemand große Erfahrung.

Treffpunkt war das Feuerkogelhaus, in dem wir auch übernachteten. Schon am Parkplatz der Talstation wurde uns klar, dass wir am Samstag kein gutes Wetter haben werden. Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten sind wir dennoch frohen Mutes und warm eingepackt losgezogen, um die unsichtbaren schneebedeckten Hügel rund um unser Quartier und den Feuerkogel zu erkunden. Wir entdeckten dabei so manche kleine Hütte und auch einige Skilifte im Nebel. Obwohl, oder gerade weil die Sicht so schlecht war, haben wir uns dann in Verschüttetensuche und Schneekunde geübt. Wir haben mit unseren Piepsern Vergrabenes gesucht und mit der Sonde nach "Verschütteten" gesucht und dabei die verschiedenen Schneeschichten durchstochen.
Nachdem uns gar nichts mehr zu Üben einfiel und die Nasen auch schon ganz durchgefroren waren, machten wir uns wieder Richtung Hütte auf.
Der Hüttenwirt teilte uns mit, dass am Abend die Hütte voll sein würde. Ganz besonders pries er uns eine Gruppe feier- und tanzwilliger Damen an, die sehr an tanzwilligen Herren interessiert seien. Der Andi wurde sogleich zum "Taxi-Dancer" erklärt (Anm.: Taxi-Dancer sind vom Veranstalter engagierte Herren, die die anwesenden Damen zum Tanzen auffordern und somit bei (Trink-)Laune halten.) Nach einer deftigen Fleischpfanne mit Kraut und Kartoffeln ließen wir den Abend mit Rotwein und Bier gemütlich ausklingen.

Der nächste Tag begrüßte uns mit herrlichstem Bergwetter und wir freuten uns auf einen sonnigen Tag. Da das Wetter die letzten Tage nicht sonderlich gut war, lag vor uns ziemlich unberührter Neuschnee. Allerdings merkten wir schon bald, dass wir heute mit Sicherheit nicht alleine unterwegs sein werden und wir wurden immer wieder von Skitourengehern überholt. Wir zogen gutgelaunt unseren Weg Richtung Rieder Hütte und wurden dabei unterwegs unermüdlich von Jörg über Schnee- und Lawinenverhältnisse unterrichtet. Es war ein kurzweiliger Anstieg, der langsam und stetig zur wohlverdienten Brotzeit führte. Den zuerst geplanten Gipfelanstieg zum Gr. Höllkogel haben wir aus Zeitgründen nicht gemacht, da man mit Schneeschuh halt nicht so schön und schnell abwärts wedeln kann.
Der Rückweg führte uns über einen jungfräulichen Hügel, der auf den ersten Blick nicht sonderlich vertrauenserweckend stabil wirkte. Nachdem Jörg uns von der Sicherheit überzeugt hatte, stapften wir ihm hinterher und kamen schnell am Kamm auf der anderen Seite wieder an. Bergab ließen wir uns etwas treiben und gelangten so schnell wieder auf den Weg, den wir bereits am Hinweg nahmen.
Jetzt war auch hier deutlich mehr los, viele Leute auf Skiern oder Schneeschuhen und einige Hunde überholten uns oder kamen uns entgegen. Da sehnten wir uns schon bald nach einem einsamen unberührten Hang. Wir nutzten wenig später die Gelegenheit und kürzten über einen frisch verschneiten Hügel den Weg ab, um dann wieder auf den ursprünglichen Weg zu kommen, der uns schneller als gedacht zur Hütte zurückführte. Die Sonne hatte den Schnee schon ziemlich aufgeweicht, so dass der Rückweg ein wenig anstrengender war und wir richtig konzentriert die Hänge queren mussten, um nicht abzurutschen.
Nach einer letzten Brotzeit vor der sonnenumfluteten Hütte, inmitten von Skifahrern, packten wir dann unsere Ausrüstung wieder ein und marschierten zur Seilbahn, die uns wieder zu unseren Autos brachte.

Vielen Dank Jörg, für Deine schöne und interessante Tour. Es hat Spaß gemacht! Wir haben wieder viel gelernt.

Susanne Lincke